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Konzeption der Eltern-Kind-Initiative Sieben Zwerge e.V. in München, Haidhausen 
(Stand Januar 2016)

 

Vorwort

Kaum ein Thema wird in der Öffentlichkeit so kontrovers diskutiert wie die Erziehung unserer Kinder. Und alle Eltern auf der Suche nach einem Kindergartenplatz wollen zuallererst wissen, auf welchen pädagogischen Grundlagen und nach welchem Menschenbild ihre Kinder in der betreffenden Einrichtung eigentlich betreut werden.

Die Frage nach dem „Konzept“ ist also eine der beliebtesten und dringlichsten Fragen „neuer“ Eltern bei Elternversammlungen und häufig Grundlage einer Entscheidung für einen bestimmten Kindergarten.

Im Folgenden haben wir das grundlegende pädagogische und organisatorische Konzept für den Kindergarten Sieben Zwerge e.V. in München-Haidhausen in enger Zusammenarbeit von pädagogischem Personal, Eltern und Vorstand zusammengefasst und hoffen damit einen Einblick in die wichtigsten Grundzüge unserer Einrichtung zu erlauben.

 

I. Träger der Einrichtung

Träger des Kindergartens ist der gemeinnützige Verein Sieben Zwerge e.V. mit Sitz in München (VR 14016). Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, die Elternversammlung und der Vorstand. Diese Organe entscheiden über die Grundsätze der Tätigkeit des Vereins, die Aufgaben und Ziele der Einrichtung und organisieren sämtliche Aspekte der Arbeit des Vereins und Kindergartens. Die aktuelle Satzung des Vereins kann jederzeit auf Anfrage eingesehen werden.

 

II. Geschichte der Einrichtung

Am 4.12.1991 fand in der Breisacherstrasse 11 in München-Haidhausen die erste Gründungsversammlung des Sieben Zwerge e.V. mit dem Ziel der Gründung einer Eltern-Kind-Initiative statt. Damit sind die Sieben Zwerge eine der traditionsreichsten Elterninitiativen im Viertel.
Der Mietvertrag für die derzeitigen Räumlichkeiten im Vordergebäude wurde 1993 unterschrieben, seit 2003 wird unter der gleichen Adresse in der Lothringerstrasse 14 noch ein Raum im Hinterhaus dazugemietet. In den nun fast 20 Jahren des Bestehens haben weit über 100 Kinder (und Eltern) bei den Sieben Zwergen ihre Kindergartenjahre verbracht. Unzählige Elternversammlungen, Sommerfeste, Bauernhofwochenenden und der Alltag der Kinder bei den Sieben Zwergen prägen die Geschichte der Einrichtung. Die Besetzung des pädagogischen Personals hat in den 20 Jahren naturgemäß mehrfach gewechselt, wobei wir bei den Sieben Zwergen auch immer für eine größtmögliche personelle Kontinuität standen (unsere Vorschulkinder werden Stand 2015/2016 sogar noch immer von einer Mutter aus der Gründergeneration betreut).

 

III. Leitbild

1. Unser Bild vom Kind

Für uns sind Kinder keine unfertigen Erwachsenen, die wir möglichst schnell in unsere Wirklichkeit einzwängen sollten. Wir sehen die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, deren natürliche Ressourcen Neugier und Lernfreude sind. Deshalb ist es uns wichtig, die Individualität jedes einzelnen Kindes zu achten und jedem zu ermöglichen, im eigenen Rhythmus und Tempo Lernerfahrungen zu sammeln. Wir nehmen Wünsche und Sorgen der Kinder stets ernst, hören uns ihre Anliegen aufmerksam an und stärken ihr Selbstvertrauen, indem wir ihnen bei Bedarf ein offenes Ohr schenken. Im Tagesverlauf haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern und Konflikte anzusprechen. Auch bei den regelmäßig stattfindenden Kreisen (morgens und nachmittags) bekommen die Kinder die Chance, vorzubringen, was ihnen auf dem Herzen liegt, und Beschwerden oder Wünsche zu äußern. Darüber hinaus geben wir ihnen immer wieder Gelegenheit, sich in die Gestaltung des Tagesablaufes einzubringen. So entscheiden sie mit, welche Lieder gesungen werden, welchen Spielplatz wir besuchen oder wo unser nächster Ausflug hingehen soll. Aber auch bei größeren Entscheidungen beziehen wir sie mit ein, beispielsweise wenn es darum geht, wie wir das nächste Sommerfest gestalten oder welche Anschaffungen für den Kindergarten getätigt werden sollen.

Das gesamte Team beobachtet alle Kinder aufmerksam im Tagesablauf und versucht auf diese Weise, die verschiedenen Anliegen der Kinder schon proaktiv wahrzunehmen. So ist es möglich, sich jederzeit "spontan" zusammenzusetzen und über die verschiedenen Themen und Konflikte zu sprechen. Zudem tauschen wir als Pädagogen uns auf der vierzehntägig stattfindenden Teamsitzung über die kleinen und großen Anliegen der einzelnen Kinder aus, um diese besser wahrnehmen und einschätzen zu können.

 

2. Die Rolle des pädagogischen Personals

Wir sehen uns als Begleitung und Unterstützung für die Kinder. Dabei möchten wir ihnen so viel Freiraum wie möglich und so viel Anleitung wie nötig geben. Auch wir können von den Kindern lernen; „Groß“ und „Klein“ bereichern sich gegenseitig.

 

3. Die Rolle der Eltern

Der Verein „Sieben Zwerge e.V.“ ist eine von Eltern selbst organisierte Form der Kinderbetreuung, in der die organisatorischen Aufgaben von den Eltern übernommen werden. In der jährlichen Mitgliederversammlung werden die drei Vorstände des Vereins gewählt, die Finanzen geregelt sowie weitere wichtige Vereinsfragen geklärt. Der Kindergartenalltag wird durch die Elternversammlungen geregelt, die alle acht Wochen stattfinden. In Zusammenarbeit mit den BetreuerInnen werden alle organisatorischen und inhaltlichen Belange des Kindergartenablaufes organisiert. Folglich erweist es sich als notwendig, dass die einzelnen Eltern bestimmte Aufgaben, Ämter und Dienste übernehmen und damit aktiv an der Gestaltung des Kindergartens teilnehmen. Gleichzeitig wird dadurch ein intensiver Austausch zwischen Eltern und BetreuerInnen gewährleistet, die Eltern erhalten einen tiefen Einblick in den Kindergartenalltag und die pädagogische Arbeit der BetreuerInnen. Bei krankheitsbedingtem Ausfall der BetreuerInnen helfen die Eltern vertretungsweise aus. Die kleine Kindergartengruppe ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den BetreuerInnen. Der gegenseitige Austausch zwischen Eltern und BetreuerInnen wird durch die täglich bestehende Möglichkeit des Gesprächs in der Bring- und Abholzeit, das Angebot von persönlichen Elterngesprächen sowie den regelmäßig stattfindenden Elternversammlungen, in denen ausführlich pädagogische Themen behandelt werden, gewährleistet. Ziel dieser intensiven Elternarbeit ist die gemeinsame Erziehung des Kindes, das Einbeziehen von elterlicher Kompetenz in die Arbeit der BetreuerInnen sowie die Schaffung von Transparenz bezüglich des Kindergartenalltags. Grundlage für gute Zusammenarbeit ist dabei ein offenes, vertrauensvolles und ehrliches Verhältnis zwischen Betreuern und Eltern sowie gegenseitiger Respekt und Toleranz.

Grundsätzlich orientieren wir uns zur Eingewöhnung neuer Kinder am sogenannten „Berliner Modell“. Da allerdings kein Kind wie das andere ist, gestalten wir die Eingewöhnung für jeden Neuankömmling ganz individuell. Für uns gilt das Motto: Eingewöhnung ist Vertrauenssache. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Nicht nur die Kinder müssen Vertrauen zu ihren neuen Bezugspersonen aufbauen, auch zwischen Eltern und Pädagogen sollte ein solides Vertrauensverhältnis geschaffen werden, damit sie ihre Kinder jeden Tag gern und ohne jegliche Bedenken zu uns bringen.

Ab Vertragsabschluss steht es den neuen Familien jederzeit frei, die Gruppe auf dem Spielplatz oder gelegentlich auch am Nachmittag in unseren Räumen besuchen zu kommen. Vor dem Kindergartenstart erhält jede Familie eine Willkommensmappe mit allen wichtigen Informationen rund um den Kindergarten. Diese Mappe enthält unter anderem auch einen an das Kind adressierten Brief, in dem es von allen Kindern der Gruppe und den Pädagogen mit liebevollen Worten begrüßt wird.

Mit Start des neuen Kindergartenjahres im September stößt alle zwei bis drei Tage ein neues Kind gemeinsam mit seinen Eltern zur Gruppe. Wie lange die Eltern beziehungsweise der Elternteil, der die Eingewöhnung übernimmt, ihre Kinder begleiten, ist je nach Kind individuell unterschiedlich und wird gemeinsam mit den Pädagogen, die wichtigste Bezugspersonen für das Kind werden sollen, festgelegt. Der Zeitraum dieser Phase wird allerdings jeden Tag aufs Neue überprüft und an das Verhalten und das individuelle Tempo des Kindes angepasst.

Während der gesamten Eingewöhnungsphase stehen Eltern und Pädagogen in engem Kontakt und tauschen sich regelmäßig im direkten Gespräch über die aktuelle Situation aus. Nach erfolgreicher Eingewöhnung findet abschließend ein ausführliches Elterngespräch statt, um diese erste Zeit in der Einrichtung zu reflektieren, über den aktuellen Stand zu sprechen und eventuell noch offene Fragen zu klären.

 

4 . Grundziele

Eine wertschätzende und vertrauensvolle Beziehung sowie ein ausgeglichenes soziales Miteinander sind uns wichtig. Dafür erarbeiten wir gemeinsam mit den Kindern Regeln für den Kindergartenalltag, an denen sich die Gruppe orientieren kann. Ebenso sollen die Kinder sowohl im Freispiel als auch bei angeleiteten Angeboten sowohl eigene Erfahrungen sammeln als auch altersangemessene Entscheidungen treffen, um dadurch ihre Selbstständigkeit sowie ihre Selbstsicherheit zu verbessern. Solche Entscheidungen können z.B. sein, auf welchen Spielplatz wir gehen, welche Spielgeräte wir mitnehmen, welches Obst wir einkaufen sollen etc. Auch das Erlernen und Üben lebenspraktischer Aufgaben wie An- und Ausziehen, alleine Essen, Hilfe bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (z.B. Tisch decken, Obst schneiden, kochen, backen), Waschen oder Zähne putzen ist ein wichtiges Ziel in unserer Einrichtung.

 

IV. Pädagogische Arbeit

1. Grundzüge und Hintergründe der pädagogischen Arbeit

Grundlage einer ganzheitlichen pädagogischen Arbeit sind vielfältige theoretische und praktische Erkenntnisse, die im Zusammenhang mit dem Erziehungsgedanken stehen. Dazu gehören sowohl soziokulturelle als auch entwicklungspsychologische Prozesse. Darüber hinaus bedeutet Erziehung für uns die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Eltern.

 

2. Bildungs- und Erziehungsziele

Das Konzept unserer pädagogischen Arbeit basiert auf dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.
Die Entwicklung der Kinder bis zum Schuleintritt zu fördern und zu begleiten, aber nicht voranzutreiben bis zur absoluten Anpassung, ist uns ein wichtiges Anliegen. Dafür schaffen wir Freiräume in einer offenen Atmosphäre, indem wir den Kindern Material aus den verschiedenen Bildungsbereichen zur Verfügung stellen. Durch Spiel und Experimentieren entwickeln sich die Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, erweitern ihre Erfahrungsbereiche sowie ihre Fantasie und Ausdrucksmöglichkeiten und stärken ihre persönlichen Kompetenzen.
Wir unterstützen die natürliche Lernfreude der Kinder und ermutigen sie dazu, neue Lernschritte anzugehen. Außerdem sensibilisieren wir sie für Konfliktsituationen, indem wir sie beim Lösen von Konflikten unterstützen und begleiten und mit unserem eigenen Verhalten Vorbild sind. Im partnerschaftlichen Miteinander machen wir sie kritik-, urteils- und entscheidungsfähig.

 

3. Schwerpunkte

3.1 Der situationsorientierte Ansatz

Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz, da in den ersten sechs Jahren im Leben eines Kindes die Lernzeiten (sensible Phasen) besonders günstig sind und so jedes Kind da „abgeholt werden kann, wo es steht“. Im Mittelpunkt steht die aktuelle Lebenssituation der Kinder. Durch gezielte Beobachtung, Wahrnehmung, Austausch und Miteinbeziehen des sozialen Umfeldes kristallisieren sich aktuelle Themen heraus.
Wir schaffen Raum (z.B. im Morgenkreis, im Gesprächskreis bei der Vorschulerziehung), um Fragen und Bedürfnisse aufzugreifen. Dabei zieht sich das
pädagogische Personal größtenteils aus der planenden Rolle zurück, sodass sich die Gruppe durch Mitbestimmen in ihrer kindlichen Kompetenz weiterentwickeln kann und lernt, selbstbewusst in unterschiedlichen Lebenssituationen zu handeln.

 

3.2  Sport und Bewegungserziehung

Begründung Bewegung ist für die gesamte kindliche Entwicklung unerlässlich, deshalb ist sie ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzeptes.
Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Für sie ist Bewegung ein wichtiges Mittel, Wissen über ihre Umwelt zu erwerben, diese zu begreifen und auf sie einzuwirken sowie Kenntnisse über sich selbst und ihren Körper zu erwerben. Des Weiteren können sie so ihre eigenen Fähigkeiten kennen lernen und mit anderen Personen kommunizieren. (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan, 2006, S.354)

Ziele Die Kinder erproben und verfeinern durch Bewegung sowohl grob- und feinmotorische als auch koordinative Fähigkeiten und lernen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu erweitern. Durch Bewegungssicherheit wird die Freude am Bewegen erhalten und das Selbstbewusstsein gesteigert. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Kooperation werden entwickelt. Ebenso wird die gesamte körperliche und psychische Gesundheit gestärkt.

Umsetzung in der Einrichtung Einmal wöchentlich besuchen die Kinder die "Kindersportschule (KISS)" beim TSV München Ost. Ausbildungsinhalte sind u.a.: Entwicklung konditioneller Voraussetzungen (Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) in kindgerechten Spiel- und Übungsformen unter Berücksichtigung der kindlichen Entwicklungsphasen; Schulung der koordinativen Fähigkeiten (z.B. Reaktion, Gleichgewicht, Rhythmisierungsfähigkeit, Raumorientierung etc.); Haltungsschulung sowie Körperwahrnehmung; Verhinderung von muskulären Dysbalancen durch einseitiges Training; Spielerische Vermittlung von grundlegenden Bewegungsformen (Werfen, Fangen, Springen, Schwingen, Hangeln, Laufen etc.); Erlernen von Grundtechniken der traditionellen Sportarten und der Trendsportarten; Erziehung zum Fair Play des Sports und zum lebenslangen Sporttreiben.

Ganzjährig und wetterunabhängig gibt s ein Mal pro Woche einen Waldtag für die gesamte Gruppe. Im freien Angebot haben die Kinder tägliche Bewegungsmöglichkeiten im Tobehaus (hier stehen Klettergerüst, Sprossenwand, Kriechtunnel, große Polster und Hengstenberggeräte zur Verfügung). Entweder vormittags oder nachmittags machen wir fast täglich kleine Spaziergänge zu Spielplätzen in der Umgebung oder zur Isar. Den Weg dorthin zu Fuß zurückzulegen wird dabei von uns bewusst praktiziert. Den Kindern, die in einer stark motorisierten bzw. automatisierten Umgebung aufwachsen, wird damit das Laufen als natürlichstes Fortbewegungsmittel und die Ausdauer dafür nahe gebracht.

 

3.3. Musikalische Erziehung

Begründung Singen, sich bewegen, sprechen oder mit Geräuschen experimentieren ist für Kinder etwas Selbstverständliches. Sie sind von sich aus spontan und kreativ. Auf dieser Basis baut sich unsere musikalische Erziehung auf. Wir wollen diese natürlichen Prozesse unterstützen und fördern. Die Kinder sollen Spaß am Erfinden und Spielen mit musikalischen Elementen haben. Durch Kreativität werden kognitive Denkprozesse unterstützt. Des Weiteren werden durch Musik unser Zugehörigkeitsgefühl und die soziale Kompetenz der Kinder unterstützt.

Ziele Durch freie und angeleitete Angebote entwickeln die Kinder Freude am Musizieren, Bewegen und an kreativen Angeboten. Soziale Kompetenzen wie Regeln einhalten, miteinander kommunizieren, die Bedürfnisse und Ideen anderer erkennen und respektieren werden weiterentwickelt. Die Kinder nehmen aktiv an der Gestaltung musikalischer Angebote teil durch Einbringen von Ideen und Treffen von Entscheidungen. Dadurch wird die Entwicklung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins unterstützt. Motorische Fähigkeiten wie Rhythmusgefühl und Koordination werden beim Tanzen oder Spielen von Instrumenten ausprobiert und erlebt.

Umsetzung in der Einrichtung Menschen und Musik sind untrennbar. Es gibt keine Kultur ohne Musik. Musik verbindet, kommuniziert, löst Gefühle aus und macht glücklich. Musik ist Nahrung für die Seele. In jeder Kultur gibt es Musik für bestimmte Situationen wie Feier, Tanz, Trauer usw. Der Kindergarten ist unsere kleine Welt und deshalb brauchen wir Musik für unsere Rituale und unseren gemeinsamen Tagesablauf. Gesungen und musiziert wird täglich im Morgenkreis, an Geburtstagen, Verabschiedungen und anderen Festen. Gezielte Angebote finden zwei Mal in der Woche statt. Aufgeteilt nach Alter können die Kinder in zwei Gruppen Klanggeschichten und Klangszenen gestalten, Bewegungs- und Klangspiele machen, mit freiem und kreativem Tanz experimentieren und Spiellieder und rhythmische Spiele (z.B. Körperpercussion oder Instrumentalspiel) erlernen. Auch 
regelmäßige Ausflüge zum Thema Musik (z.B. Besuch eines Orchesters, Theaterbesuche oder musikpädagogische Veranstaltungen) gehören zu unserer musikalischen Erziehung. 
Kreative und musikalische Ausgestaltung für Feste und Feiern sind fester Bestandteil im Kindergartenalltag. Hier werden Geschichten oder kleine Theaterstücke einstudiert, in denen gespielt, gesungen und getanzt wird. In freien Angeboten können die Kinder Instrumente selbständig benutzen und ausprobieren oder spontan und selbständig Tänze oder kleine Theaterstücke einstudieren.

 

3.4. Kreatives Gestalten

Begründung Kinder lernen mit allen Sinnen. Dies stellt in der frühen Kindheit die Grundlage von Bildung dar: künstlerisch-ästhetische Erfahrungen führen vom Greifen zum Begreifen, Dinge werden erfühlt, Farben und Formen wahrgenommen. Durch ihre bildlichen Äußerungen zeigen uns die Kinder ihre Sicht der Welt (BEP, S. 309/310, 2006).

Ziele Die Kinder erleben Wertschätzung, Anerkennung, Spaß, Freude und Gestaltungslust als Voraussetzung für kreatives, phantasievolles Spielen, Arbeiten und Lernen. Eigene Gestaltungs- und Ausdruckswege werden entdeckt (z.B. zeichnend, malend, plastisch gestaltend, mimisch, gestisch, sprachlich) als Voraussetzung für Vielfältigkeit im Denken und Handeln. Des weiteren erkennen die Kinder, dass Gefühle, Gedanken und Ideen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden können. Ein Grundverständnis für Farben und Formen wird erworben und die Vielfalt kreativer Materialien, Werkzeuge und
Techniken kennengelernt.

Umsetzung in der Einrichtung Angeleitete Angebote, bei denen die Kinder mit verschiedenen Techniken und Materialien experimentieren, finden regelmäßig mehrmals pro Woche statt. Für Feste und Feiern im Jahreskreislauf werden gezielte Aktivitäten, wie Dekoration oder Geschenke selber herstellen, angeboten.
Im Freispiel stehen den Kindern vielfältige Bastelmaterialien, Wasser- und Fingerfarben, Holzstifte, Wachsmalkreiden, die Kreidetafel, unterschiedliches Papier, Scheren, Stempel, Kleister oder selbst gemachte Knetmasse zur freien Verfügung, um Ideen und Phantasien selbständig umzusetzen. Das pädagogische Personal steht ihnen dabei hilfestellend zur Seite.

 

4. Methoden

Aus den pädagogischen Hintergründen und unserer Zielsetzung entwickelten sich Methoden, die sich als festgesetzte Standards in unserer Einrichtung etabliert haben.

4.1. Das Spiel

Das Spiel stellt die elementarste Form des Lernens dar. Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse. Kinder setzen sich „spielend“ mit der Realität auseinander und lernen so, in diese hineinzuwachsen. Sie verarbeiten im Spiel seelische Eindrücke, üben motorische Fähigkeiten und erproben verschiedene Verhaltensweisen. Somit ist sowohl das freie als auch das gelenkte Spiel ein wichtiger Beitrag zur geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung, zum Erwerb neuer Kompetenzen und zur Identitätsentwicklung. (BEP, S. 31, 2006)

 

4.2. Das Freispiel

Um ihrem Spielbedürfnis frei und spontan nachgehen zu können, brauchen die Kinder das Freispiel. Während dieser Zeit können die Kinder Spielmaterial und -partner frei wählen sowie den Verlauf und die Dauer des Spiels selbst bestimmen. Das Freispiel gibt dem Kind die Möglichkeit der Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung. Des Weiteren ergreift und begreift es seine Umwelt, entfaltet geistige und körperliche Kräfte, lernt zu wählen und zu entscheiden und verarbeitet Problemsituationen und Konflikte, die es aktuell beschäftigen.
In dieser Zeit gibt das pädagogische Personal je nach Bedarf Unterstützung, Hilfestellung oder stellt benötigtes Material oder Spiele zur Verfügung. Auch Einzelbeobachtungen oder gezielte Beobachtung von Spielsituationen werden während des Freispiels durchgeführt.


4.3. Die gezielte Beschäftigung

Während einer gezielten Beschäftigung bieten sich den Kindern vielfältige Lernmöglichkeiten: mit dem pädagogischen Personal als Vorbild („Lernen am Modell“) können die Kinder ihren Horizont erweitern und ihr eigenständiges Spiel bereichern, indem wir ihnen neue Wege und Möglichkeiten aufzeigen bzw. diese gemeinsam erarbeiten. Auch die Konzentrationsfähigkeit sowie die lernmethodische Kompetenz der Kinder werden gestärkt. Das pädagogische Personal erhält im Rahmen solcher gezielter Angebote Aussagen über den Entwicklungsstand in bestimmten Bereichen (z.B. Feinmotorik, Sozialverhalten, emotionale Entwicklung etc.) und zieht daraus Erkenntnisse über den individuellen Förderbedarf einzelner Kinder.

 

4.4. Projektarbeit

Durch gezieltes Beobachten von Spielsituationen und Aufgreifen von Fragen und Erzählungen der Kinder werden mögliche Lernthemen und Interessensgebiete von uns erschlossen. Wir greifen diese auf und bearbeiten sie mit unterschiedlichen Methoden (z.B. kreative oder darstellerische Umsetzung, Gesprächskreise, Buchbetrachtungen, Ausflüge, Experimente usw.). Die Kinder erwerben dabei neues Wissen, Techniken, Fertigkeiten und die Ausdauer, sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema zu beschäftigen.

 

5. Mathematik

Unsere Welt ist voller Mathematik. Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Mathematische Methoden helfen, die Dinge in der Welt zu ordnen und zu strukturieren sowie Lösungen bei Alltagsproblemen zu finden. (BEP, 2006, S. 251)

Ziele Den Kindern wird ein Grundverständnis für die Welt der Zahlen vermittelt, indem sie im Kindergartenalltag mit Zahlen, Formen, Mengen und Größen experimentieren und so mathematische Inhalte wahrnehmen und entdecken. Sie erwerben mathematisches Wissen und die Fähigkeit, mathematische Probleme und Lösungen sprachlich zu formulieren. Sie erfassen mathematische Gesetzmäßigkeiten und verfügen über Handlungsschemata für die Bewältigung mathematischer Probleme im Alltag. (BEP, 2006, S.253)

Umsetzung in der Einrichtung Im Freispiel stehen den Kindern Materialien für den freien und kreativen Umgang mit Mathematik zur Verfügung. Dazu gehören Bausteine in unterschiedlichen Größen und Formen, Lege- und Spielmaterial zum Thema Farben, Formen, Größen und Gewichte, Brett- und Würfelspiele zum Thema Zählen und große Polster zum Bauen in verschiedenen geometrischen Formen.
In angeleiteten Angeboten erarbeiten wir mit den Kindern auf spielerische Weise unterschiedliche mathematische Inhalte zu den unter 5.1 beschriebenen Bereichen.

 

6. Umweltbewusstsein

Im Kindergarten haben die Kinder die Möglichkeit, die Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und ein erstes Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für diese zu entwickeln.

Ziele Die Kinder lernen, Umwelt- und Naturvorgänge bewusst zu beobachten, erwerben Wissen über verschiedene Tiere und Pflanzen und üben den Umgang mit diesen. Sie erwerben Einsichten über ökologische Zusammenhänge und bekommen ein Grundverständnis über Mülltrennung, Müllvermeidung und den Umgang mit Wasser.

Umsetzung in der Einrichtung Spontane und geplante Angebote beinhalten Ausflüge in die Natur (Isar, Walderlebniszentrum, Umweltgarten), Spielmöglichkeiten mit Naturmaterialien und im Sommer ausgiebiges Matschen an verschiedenen Wasserspielanlagen. Tiere und ihre Lebensweise lernen die Kinder bei Zoobesuchen, Einladungen des Schulzoos, beim Bauernhofwochenende, im Umgang mit dem Kindergartenhund oder im Umweltgarten kennen. Unterschiedliche Pflanzen, Obst- und Gemüsesorten lernen sie bei der Pflege des Hofbeetes oder beim Einkaufen und Kochen kennen. Beim Malen, Basteln, Hände waschen und Tisch abräumen üben die Kinder, den Müll zu trennen und den sparsamen Umgang mit Wasser.

 

7. Geschlechterbewusste Pädagogik

Geschlechtsbewusste Pädagogik bedeutet für uns, Mädchen und Jungen entsprechend ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten und jenseits von Geschlechterklischees und Stereotypen zu fördern (Pousset, 2006, S. 142) und dabei geschlechtsspezifische Normen und Werte immer wieder zu hinterfragen. Der Blick für die Lebenswelten von Mädchen und Jungen wird dadurch geschärft und im pädagogischen Alltag situativ
umgesetzt.

Ziele Beide Geschlechter werden als gleichwertig und gleichberechtigt anerkannt Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden wahrgenommen und wertgeschätzt Die Kinder erkennen, dass ihre eigenen Interessen und Vorlieben nicht an das Geschlecht gebunden sind (siehe BEP, 2006, S. 134).

Umsetzung in der Einrichtung Im Tagesablauf und in gezielten Angeboten bekommen die Kinder die Möglichkeit, neue Erfahrungen jenseits der Geschlechterstereotype zu sammeln, um zu erfahren, was ihren Neigungen entspricht und was sie davon in ihr Selbstbild integrieren wollen (Pousset, 2006, S. 144). Wir bieten den Kindern dabei Spielräume und Entfaltungsmöglichkeiten für ihre Identitätsentwicklung an, wobei darauf geachtet wird, beim Ausleben ihrer Interessen und Bedürfnisse allen Kindern gerecht zu werden (z.B. bei der Nutzung der Räume wie Tobehaus oder Trauminsel oder Bau- und Puppenecke in kleinen Gruppen oder gezielten Angeboten aus unterschiedlichsten Bereichen, die immer für die Teilnahme aller Kinder offen sind).
Wenn nötig können Gruppenprozesse vom pädagogischen Team auch gezielt gestaltet bzw. gelenkt werden, so dass alle Kinder die Gelegenheit haben, auch in gemischten Gruppen oder außerhalb ihrer sonst gewohnten „Stammkleingruppe“ neues erproben zu können (z.B. gezielte Auswahl durch das pädagogische Personal wer zusammen das Tobehaus nutzen darf oder gezielte Zusammensetzung einer Kleingruppe für ein Angebot).
Bei den anfallenden täglichen Aufgaben wie Einkaufen, Essen vorbereiten, Tisch decken, Aufräumen, Raum gestalten, anderen beim Anziehen helfen usw. wird immer die ganze Gruppe miteinbezogen, sowohl Mädchen als auch Jungen übernehmen Aufgaben aus allen unterschiedlichen Bereichen.
Geschlechtsspezifische Pädagogik isst für uns also nicht etwas zusätzliches, sondern täglicher integraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit (siehe BEP, 2006, S. 137).

 

8. Beobachtung

Beobachtung stellt den Ausgangspunkt für unser pädagogisches Handeln dar. Überblick über den Entwicklungsstand der Kinder bekommen wir sowohl durch Alltags- als auch durch systematische Beobachtung. Wir führen die Beobachtung natürlicher Spielsituationen, aber auch künstlich hergestellter Situationen durch und halten die Ergebnisse in selbst erstellten Beobachtungsbögen fest. Die sprachliche Entwicklung der vier- bis sechsjährigen Kinder wird außerdem zwei Mal pro Jahr in Seldak- bzw. Perikbögen dokumentiert. Dadurch kann jedes Kind in der Einrichtung nach seinen Bedürfnissen individuell gefördert werden. Die Ergebnisse der Beobachtung sind ebenfalls Grundlage für die Zusammenarbeit mit den Eltern und ggf. mit verschiedenen Fachdiensten (z.B. Logopäde, Ergotherapeut etc.).

Wir beobachten im Alltag immer wieder einzelne Kinder in unterschiedlichen Situationen und tauschen uns hierzu in den regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen aus. Zudem wird für jedes Kind mindestens ein Mal im Jahr ein systematischer Beobachtungsbogen erstellt. Jeder Familie bieten wir pro Kindergartenjahr zwei Termine für ein ausführliches Entwicklungsgespräch an. Bei Bedarf finden jederzeit auch zusätzliche Gespräche zwischen Eltern und Pädagogen statt, auf Wunsch auch telefonisch.


9. Jahresplanung

Zu Beginn eines neuen Kindergartenjahres findet im Rahmen eines Klausurtages die Jahresplanung statt. Zum einen werden für das kommende Kindergartenjahr aktuelle Termine und Ziele, sowohl das Team als auch die Gruppe betreffend, festgelegt. Zum anderen wird, falls es sich aus der Arbeit mit den Kindern bereits herauskristallisiert hat, ein Hauptthema fürs Kindergartenjahr gewählt, das in den folgenden Monaten als Projekt mit der Gruppe umgesetzt wird. Jedes Jahr werden zwei Feste im Jahreskreis zusammen mit den Eltern gefeiert. Welche das sind wird ebenfalls bei der Jahresplanung ausgemacht. Fester Bestandteil des Kindergartenjahres ist auch eine Kindergartenübernachtung und eine 3- bis 4-tägige Bauernhoffahrt im Sommer. Weitere Angebote und kleinere Projekte werden situationsorientiert im Laufe des Jahres geplant.

 

10. Tagesablauf

Der Tagesablauf in der Gruppe verläuft immer nach ähnlicher Struktur, der sich an der kindlichen Entwicklung orientiert. Da die Kinder noch keine Uhr lesen können, ist diese Struktur wichtig, um sich zu orientieren und Sicherheit aufzubauen. Um den Tagesablauf mit den Kindern sinnvoll und intensiv pädagogisch gestalten zu können, legen wir großen Wert auf die Einhaltung der Bringzeit. Unser Kindergartentag gestaltet sich folgendermaßen:

8.00 - 9.00 Uhr: Bringzeit

9.00 - ca. 9.30 Uhr: Morgenkreis

9.30 - 12.00 Uhr: gezielte Angebote bzw. Freispiel, Rausgehen

12.00 - 12.30 Uhr: Mittagessen

12.30 - ca. 15.00 Uhr: Mittagsschlaf bzw. Freispiel od. gezielte Angebote im Hinterhaus

14.00 - 14.30 Uhr: erste Abholzeit

15.00 - 15.30 Uhr: Brotzeit

15.30 - 16.30 (bzw. 16.00 am Freitag) Uhr: zweite Abholzeit

 

V. Personal und Rahmenbedingungen der Einrichtung

1. Personelle Besetzung

Das pädagogische Team besteht aus fünf Mitarbeitern: einer Erzieherin in Vollzeit, die zugleich die Leitungsfunktion innehat, einer Erzieherin in Teilzeit, zwei Kinderpflegerinnen und einer Person, die ein freiwilliges soziales Jahr ableistet.

 

2. Aufnahmeverfahren

Ein Elternteil kümmert sich um die Pflege der Interessentenliste und den Aufnahmeprozess für neue Kinder in den Kindergarten. Wenn Eltern ihr Interesse am Kindergarten ankündigen und, bei freien Plätzen, das Kind in die bestehende Altersstruktur hineinpasst, verabredet man sich zu einem individuellen Besichtigungstermin und einem Infogespräch.

 

3. Vorstand

Die Satzung Sieben Zwerge e.V. sieht vor, dass ein ehrenamtlicher Vorstand, bestehend aus drei Personen, von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Derzeitig verteilen sich die Aufgaben wie folgt:

a) Vorstand Finanzen (Erstellung eines Haushaltsplans, Abstimmung Budgetplanung mit BetreuerInnen, Einnahmen- und Ausgabenkontrolle, Kontakt zur Bank, Erstellung und Kontrolle Verwendungsnachweis, Zuschuss-Beantragung)

b) Vorstand Personal (Personalsuche und –gespräche, Kontrolle Arbeitszeitkonto, Kontakt zur Gehaltsabrechnungsstelle, Erstellung und Aktualisierung des Konzepts in Zusammenarbeit mit dem Team)

c) Vorstand Organisation (Kontakt zum Jugendamt, Zuschuss-Beantragung, Kontakt zum Dachverband, Kontakt Mietsache, Versicherungen, Vereinsrechtliches)

 

4. Elternmitarbeit

Unsere Elterninitiative ist auf die Mitarbeit und das Engagement der Eltern angewiesen. Bei den Sieben Zwergen e.V. übernimmt jedes Elternteil eine feste Aufgabe für ein Kindergartenjahr. Hierzu gehören z.B. die Vorstandstätigkeit, der Wocheneinkauf, das monatliche „Großreinemachen“, die Pflege der Homepage, die Durchführung von Kleinreparaturen, die Akquise neuer Kindergartenkinder u.Ä. Die Eltern werden außerdem zu einem wöchentlichen Elterndienst eingeteilt, der immer dann einspringt, wenn es personelle Engpässe gibt, und dann die Betreuung im Kindergarten sicherstellt. Außerdem alterniert der Wäschedienst monatlich in der Elternschaft. 
Der Monatsdient bestimmt, welche Eltern die Elternversammlung ausrichten, das Protokoll schreiben und die zusätzlichen Einkäufe für den Kindergarten tätigen (Büromaterial, Hygieneartikel …). Die Teilnahme an der Elternversammlung, die im zweimonatigen Rhythmus in organisatorischer bzw. pädagogischer Ausrichtung stattfindet, ist obligatorisch.

 

5. Gruppenstruktur

Die Elterninitiative bietet Platz für eine Gruppe mit 18 Kindern von 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Bei der Gruppenzusammensetzung berücksichtigen die Eltern und das Team bei Aufnahme von neuen Kindern eine ausgewogene Geschlechter- und harmonische Altersmischung.

Die Sieben Zwerge stehen für Offenheit, Toleranz und Vielfalt. So sind ausnahmslos alle Familien bei uns willkommen. Viele Kinder bei den Sieben Zwergen haben einen, bisweilen sogar zwei nicht deutschsprachige Elternteile. Diese Vielfalt an Kulturen und Sprachen bereichert die Gruppe. So werden die Eltern immer wieder in das Kindergartengeschehen einbezogen, indem sie von ihrem Herkunftsland erzählen, Geschichten aus ihrer Kultur vorlesen, typische Gerichte kochen oder Andenken „von zu Hause“ für den Kindergarten mitbringen.

Die Sieben Zwerge sind darüber hinaus offen für Kinder mit Behinderungen, soweit die Räumlichkeiten und die Qualifikation des Personals den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden.

 

6. Öffnungs- und Betreuungszeiten

Der Kindergarten ist Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 16.30 Uhr und am Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Die Kernzeit, in der alle Kinder anwesend sein sollen, ist von 9.00 bis 13.00 Uhr.

Die Buchungszeiten sind:

4-5 Stunden

5-6 Stunden

6-7 Stunden

7-8 Stunden

8-9 Stunden

 

7. Kosten und Beiträge

Grundbeitrag gestaffelt nach Buchungszeiten:

4-5 Stunden    155 €

5-6 Stunden    170 €

6-7 Stunden    190 €

7-8 Stunden    210 €

8-9 Stunden    230 €

Das Essensgeld des Caterings beläuft sich monatlich auf derzeit 52 Euro pro Kind. Der Turnbeitrag beläuft sich pro Kind auf 10 Euro pro Monat. Der Grundbeitrag, das Essensgeld und der Turnbeitrag werden monatlich eingezogen.

Die einmalige Kaution in Höhe von 400 Euro pro Kind wird bei Vertragsunterzeichnung eingezogen.

Mit Eintritt des Kindes bei den Sieben Zwergen e.V. treten die Eltern dem Förderverein Sieben Zwerge e.V. bei, dessen jährlicher Vereinsbeitrag sich auf 10 Euro pro Person beläuft. Dieser Betrag wird im September eingezogen.

 

8. Abmeldung und Kündigung

Mit Eintritt eines Kindergartenkindes in die Schule ist keine gesonderte Kündigung zum Kindergartenjahresende nötig. In allen anderen Fällen gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende, die schriftlich verfasst werden muss. Bei längeren Abwesenheitszeiten (Urlaub, Krankheit, …) sind der Vorstand und das Team rechtzeitig zu benachrichtigen. Bei kürzeren Fehlzeiten reicht es, das Team am selben Tag morgens zu informieren.

 

9. Schließzeiten

Der Kindergarten ist in den Weihnachts- und Sommerferien jeweils für zwei Wochen geschlossen. Zwei weitere Wochen Schließzeit fallen entweder auf die Oster- oder Pfingstferien. Die genauen Termine werden zu Beginn des Kindergartenjahres im Rahmen einer Klausurtagung abgesprochen.

 

10. Mittagessen

Den Kindern wird täglich ein warmes Mittagessen zur Verfügung gestellt. Dabei wird darauf geachtet, dass die verwendeten Lebensmittel wenn möglich aus biologischem Anbau kommen. Das Essen wird von der Kinderküche Haidhausen angeliefert.

 

VI. Vernetzung

Ein Mitglied des Teams nimmt alle drei Monate am Vernetzungstreffen der Haidhauser Elterninitiativen teil. Hier findet sowohl pädagogischer als auch organisatorischer Austausch statt. Bei Bedarf werden verschiedene Referenten, Mitglieder anderer Vereine oder des KKT eingeladen.

 

VII. Literatur

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung (Hrsg.), Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung,
2. Aufl., Weinheim/Basel, 2006.

Pousset, R. (Hrsg.), Handwörterbuch für Erzieherinnen und Erzieher, Weinheim, 2006.


Impressum

Kindergruppe Sieben Zwerge e.V.

Lothringerstr. 14

81667 München

Telefon: 089-4486729

www.siebenzwerge-haidhausen.de


Gefördert durch die Landeshauptstadt München